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Arne Müller

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Aktuelle Forschungsthemen (im Bereich "Funktionale Produkte und Identitätskarten")

82.002
Alternative Testmethoden zur schnellen Überprüfung der Funktionalität von Chipkarten (ATÜF)

Laufzeit: 01.04.2017 bis 31.03.2019
Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung" (IGF) über die AiF

Chipkarten sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken: sei es als Ausweise, Bankkarten, Versichertenkarten, Mitgliedskarten und vielen mehr. Um die Qualität dieser Produkte sicherzustellen, ist eine aussagekräftige und effiziente Prüfung unerlässlich. Nur ist der derzeitige Stand im Hinblick auf die Bewertung der Kartenfunktionalität unzureichend: entweder sind die über die Normen festgelegten Funktionstests zu umfangreich, um sie in eine Prozessüberwachung zu integrieren oder zu wenig aussagekräftig, da sie nicht die tatsächliche Chipkartenfunktion ansprechen. Genau an diesem Punkt setzt dieses Forschungsprojekt an. Durch eine Kombination aus Messung der physikalischen Kenngrößen (Resonanzfrequenz und Güte) und Ansteuerung der Applikationsschnittstelle der Chipkarte besteht die Möglichkeit, einen schnellen und aussagekräftigen Kartenfunktionstest zu entwickeln. Hierzu ist es notwendig, Korrelationen zwischen der Funktionsfähigkeit der Chipkarte und ihrer physikalischen Kenngrößen zu untersuchen und aufzuzeigen. Dies ist ein vielversprechender Ansatz, da Resonanzfrequenz und Güte den Grad der Energieeinkopplung von Lesegerät zu Chipkarte festlegen, welcher ausschlaggebend für die Funktionsfähigkeit ist. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass es mittlerweile Verfahren auf dem Markt gibt, mit denen diese Kenngrößen schnell und zuverlässig bestimmt werden können. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts sollen Kartenhersteller gezielt dabei helfen, die Funktionsfähigkeit ihrer Chipkartenprodukte in der geforderten Einsatzdauer und den gegebenen Einsatzbedingungen sicherzustellen. Damit können sich nicht nur die Kartenhersteller besser auf dem Markt behaupten, sondern auch die Unternehmen und Dienstleister, welche die Kartentechnologie in ihrem Dienstleistungsportfolio integrieren.

 

80.008
Grundlagen der grafischen Standardisierung bei der Herstellung von Kunststoffkarten

Laufzeit: 01.04.2015 bis 31.03.2017
Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF) über die AiF

Mit Hilfe von UV-Druckversuchen auf verschiedenen Kernfolienmaterialien mit verschiedenen Druckfarbensätzen mit verbesserter Lichtbeständigkeit werden erste Ergebnisse eines Vorgängerprojektes hinsichtlich erzielbarer Volltonfärbungen und Tonwertzunahmen überprüft. Daraus werden Vorschläge für eine Druckstandardisierung auf Kunststofffolien abgeleitet. Die Farbmessung an mit typischen Karten-Overlayfolien laminierten Drucken erfordert die Verwendung von Farbmessgeräten mit deutlich größeren Messblenden (ab 11 mm) als denen, die üblicherweise in der Druckindustrie angetroffen werden (bis 4mm). Die Ursache für diese Anforderung resultiert aus der im transparenten Overlay stattfindenden Mehrfachreflexion des Lichtes. Hier soll ein Modell entwickelt werden, das unter Einbeziehung des Brechungsindex, des Absorptionsverhaltens, der Dicke und der Rauheit der Overlayfolie, der Kernfolienrauheit und der Grenzflächenrauheit zwischen Druck und Overlay aus Farbmessdaten von Messgeräten mit kleiner Messblende Farbmessdaten von Messgeräten mit großer Messblende zuverlässig simuliert. Damit soll die Qualitätssicherung der Kartenhersteller auf der Grundlage der bereits vorhandenen Farbmesstechnik (Messblende bis 4 mm) ermöglicht werden. Weiterhin werden die Kenntnisse über Farbänderungen bei simulierten Alterungen vertieft.

 

Download

Infoheft "Das Fogra-Prüflabor für ID-Karten und Passdokumente" (Größe: 847 kB; Downloads: 7543)



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