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Messunterlagen

Hintergrund [weitere Informationen im Forschungsbereich]:

Problembeschreibung: Zielwerte für die Prozesskontrolle im Offsetdruck

Der Drucker an der Auflagenmaschine bekommt einen farbverbindlichen Prüfdruck als Vorlage für den Auflagendruck geliefert. Die Farbverbindlichkeit bedeutet hierbei, dass die farbmetrischen Vorgaben hinsichtlich des Medienstandards Druck beim Prüfdruck innerhalb der Toleranzen liegen und der Prüfdruck folglich nicht merklich zugunsten eines intuitiv visuellen Eindrucks geschönt ist (z. B. zu bunt). Die zu simulie­renden Druckbedingungen (wie z. B. FOGRA51 für den Akzidenz-Bogenoffsetdruck auf aufhellerhaltigem Papier, FOGRA40 für den Rollenoffsetdruck oder PSRLWC für den Tiefdruck) basieren aus­schließlich auf Farbmessungen mit weißer Messunterlage (engl.: white backing - „wb").

Die praxistypischen Bedingungen in einer Druckerei, sowie das Durchscheinen bei rück­seitig bedruckten bzw. dünnen Papieren, erlauben allerdings keine weiße Messunter­lage für die Prozesskontrolle im Offsetdruck. In den früheren Zeiten des konventionellen Andrucks auf Auflagenpapier konnte dieser einfach auf die schwarze Messunterlage (engl.: black backing - „bb") gelegt werden, und der Drucker war in der Lage, die Farb- bzw. Dichte­werte als Zielvorgabe für die Prozesskontrolle abzuleiten.

Da sich aber die aktuellen Prüfdruck- und Druckpapiere insbesondere in ihrer Opazität stark unterscheiden, ist dieser Ansatz bei den gegenwärtigen Prozessabläufen in Druckvorstufe und Druck nicht mehr sinnvoll. Ein dickes Prüfdruckpapier, das beispielsweise für die Simulation eines Rollenoffsetdrucks verwendet wurde, wird beim Wechsel von der weißen auf die schwarze Messunterlage wesentlich geringere Farbunterschiede aufweisen als das dünne, durchscheinende Produktionspapier. Demzufolge ergibt das spektralfotometri­sche Ausmessen des Prüfdrucks auf schwarzer Messunterlage nicht die richtigen Ziel­werte für den Druck.

Der Drucker benötigt vielmehr Zielwerte, die auf sein aktuelles Produktionspapier abgestimmt sind und somit eine gleiche farbliche Anmutung zwischen Prüfdruck und Druck (auf weißer Messunterlage) gewährleisten. In anderen Worten ausgedrückt benötigt man ausgehend vom farbverbindlichen Prüfdruck, Farb­werte auf schwarzer Messunterlage, die zu einem Druckergebnis führen, das auf weißer Messunterlage dem Prüfdruck bestmöglichst gleicht.

Manuelle Abhilfen scheiterten bisher

In einem pragmatischen Lösungsansatz werden im ProzessStandard Offsetdruck für die verschiedenen Papiertypen die Differenzen zwischen weißer und schwarzer Messun­terlage für die Primär- und Sekundärfarben vorgegeben. Der Drucker muss demzufolge seinen Prüfdruck farbmetrisch ausmessen und mit Hilfe eines Computerprogramms diese Werte mit den Differenzen beaufschlagen, um so Zielwerte für den Druck zu er­halten.

Diese Differenzwerte basieren auf Mittelungen von Farbmessungen typischer Druckbo­gen auf weißer und schwarzer Messunterlage. Leider sind die Unterschiede zwischen den Produktionspapieren, auch innerhalb eines Papiertyps, viel zu groß als dass hiermit eine ausreichende Genauigkeit erreicht werden kann. Die Unzulänglichkeiten des Verfahrens sowie die zu umständliche und komplexe Anwendung in dem vom Zeitdruck geprägten Produktionsalltag führten dazu, dass diese Methode kaum Einzug in die Praxis fand. 

Definition:

Weiße MessunterlageSchwarze Messunterlage
Opak (Transparenz > 99 %)Opak
Diffus-reflektierendDiffus-reflektierend
CIELAB C* ≤ 3 (Soll ≤ 2,4)Spektral unselektiv
Keine Fluoreszenz (∆B ≤ 1)Visuelle Dichte: 1,6 ≥ VD ≥ 1,3
Spektrale Reflexionsfaktoren:
0,74 ≥ R(380nm) ≥ 0,12
0,80 ≥ R(390nm) ≥ 0,19
0,84 ≥ R(400nm) ≥ 0,37
0,87 ≥ R(410nm) ≥ 0,61
0,88 ≥ R(420nm) ≥ 0,75
0,89 ≥ R(430nm) ≥ 0,78
0,90 ≥ R(440nm, 450nm) ≥ 0,79
0,91 ≥ R(460nm, ..., 730nm) ≥ 0,79

Die Hersteller der respektiven, weißen Messunterlagen informieren Sie gerne, ob das Whitebacking Ihrer Wahl den Vorgaben der aktuellen ISO 13655:2017 entspricht.

Außerdem können auch Proofpapiere, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, als weiße Messunterlage benutzt werden. Welche Sorten hierfür geeignet sind und wie viele Lagen Sie von dem entsprechenden Substrat benötigen, entnehmen Sie bitte unserer Proofpapier-Datenbank. (Mai 2018: Für unsere Datenbank werden die Proofpapiere derzeit nach den alten Toleranzen ausgewertet und aufgelistet; siehe unten.)

Vergleich von alten und neuen Toleranzen (ISO 13655)

Nachdem für den Test zur Eignung als Whitebacking neue, engere Toleranzen vorgeschlagen wurden, haben wir Testmessungen verschiedener Whitebacking-Materialien durchgeführt. Die Excel-Datei mit der Auswertung finden Sie hier. (Update 15.05.2018: Die Messungen mit dem i1pro2 wurden nach der Diskussion in der DPWG-Mailingliste wiederholt und die Excel-Auswertung entsprechend aktualisiert.) 

Bitte wechseln Sie in den englischsprachigen Bereich für eine kurze Videoanleitung, wie diese zu interpretieren ist.



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