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Prüfmöglichkeiten mit Probedruckgeräten - Auswertung von Probedruckversuchen


Forschungsbericht

4.016

Autor

Falter, K.-A.

Publikationsjahr

1976

Abstrakt

Die meßtechnische Beurteilung von Papieren kann von zwei Seiten erfolgen; einmal vom analytischen Weg, zum anderen vom synoptischen Weg, wobei die Beurteilung von der analytischen Seite durch die Erfassung von Einzeleigenschaften geschieht, während die synoptische Methode die Durchführung und Beurteilung des in Druckmaschinen hergestellten Test- bzw. Auflagendruckes darstellt.
Man ist allgemein der Meinung, daß die unter kontrollierten Bedingungen in einer Druckmaschine mit Hilfe einer Testform hergestellten Drucke die Grundlage bilden sollten für die Bewertung der Laborprüfmethoden und das endgültige Urteil über die mit einem speziellen Papier erreichbare Druckqualität darstellen. Andererseits müssen Einzeleigenschaften der Papiere bekannt sein, die für die drucktechnische Beurteilung von ausschlaggebender Bedeutung sind, denn nur die Kenntnis über die Abweichung einzelner Eigenschaften vom Sollwert erlaubt dem Papiermacher korrigierend in seinen Arbeitsablauf einzugreifen. Bei der drucktechnischen Beurteilung von Papieren wird man also weder auf die eine noch auf die andere Methode der Prüftechnik verzichten können.
Mit Recht sagt man, daß eine Druckmaschine, sei es im Buchdruck-, Offset- oder Tiefdruckverfahren, nur bedingt für reproduzierbare Druckversuche eingesetzt werden kann. Schwankungen der Farbgebung, des Anpreßdrucks, der Farbviskosität, des Zustands von Aufzug bzw. Gummituch und Veränderung der Druckform sind oft schwer konstant zu halten und führen deshalb zu unkontrollierbaren Schwankungen der Druckergebnisse. Im Lauf der letzten Jahre wurden gerade bei der FOGRA Meß- und Kontrollmethoden entwickelt, die es erlauben, die Schwankungen bei den verschiedenen Verfahren möglichst gering zu halten bzw. überhaupt zu erfassen, wie z.B. die automatische Kontrolle der Farbgebung bei laufender Maschine, die automatische Erfassung der Farbdichte, die Messung der Farbschichtdicke, der Wasserführung und der Farbzügigkeit.
Die visuelle Beurteilung des Druckausfalls kann durch Anwendung der Densitometrie, die eine zahlenmäßige Aussage über die Schwärzung bzw. über die Farbdichte, den Schwärzungsverlauf, den Gradationsumfang und den Kontrast liefert, erweitert werden. Die Schwärzungsmessung bei Auflagedrucken läßt weiterhin die Anwendung des Normalfärbungsverfahrens zu, das man als Kriterium der optimalen Farbgebung im Auflagedruck betrachten kann. Wenn es nun auch mit diesen Methoden gelungen ist, die Durchführung von Druckversuchen sicherer und reproduzierbarer zu gestalten und die Auswertung der erzielten Druckergebnisse zahlenmäßig zu erfassen, so dürfen doch die Nachteile dieser synoptischen Methode der Qualitätsbeurteilung von Druckpapieren nicht vergessen werden. Einmal ist es erforderlich, gut geschultes Personal - also Drucker - zu haben, zum zweiten ist der Investitionsaufwand für entsprechende Druckmaschinen nicht zu unterschätzen. Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser Methode ist der verhältnismäßig große Materialbedarf. Es wurde deshalb schon vor langer Zeit von verschiedenen Stellen angestrebt, entsprechende Labor-Probedruckmöglichkeiten zu entwickeln.
Es seien hier nur die in Europa am meisten verbreiteten Probedruckgeräte von IGT, das FOGRA-Probedruckgerät, das Probedruckgerät des Leipziger Forschungsinstituts, das PLG-Gerät des schwedischen Forschungsinstituts sowie als neueste Entwicklung die MehrzweckProbedruckmaschine, System PRÜFBAU, erwähnt. Diese Probedruckgeräte erfüllen weitgehend die Bedingungen, die wesentlichsten Faktoren der Druckmaschine, sei es Farbgebung, Anpreßdruck und Druckgeschwindigkeit einzuhalten, von Labor-Personal bedient werden zu können und mit sehr geringem Materialaufwand Aussagen über die Wechselwirkung Druckfarbe/Druckpapier zu ermöglichen. Bei Verwendung von Mehrfarben-Probedruckgeräten kann z.B. der Einfluß des Papieres auf die Farbannahme beim Naß-in-Naß-Druck und Probleme des Aufbauens der Farbe auf dem Gummituch untersucht werden. Durch definierte Befeuchtung der Papieroberfläche und anschließendes Drucken kann in etwa der Offsetprozeß nachgeahmt werden und Farbabstoßeffekte durch den Feuchtigkeitsfilm bzw. der Einfluß des Feuchtwassers auf die Oberflächenfestigkeit, also die Naß-Rupffestigkeit, geprüft werden. Diese Prüfmöglichkeiten werden in immer stärkerem Maße in der Papierindustrie, in deren Zulieferindustrie, in Druckfarbenfabriken und auch in Labors von Druckereien für die Beurteilung der Be- und Verdruckbarkeit von Papier und Karton und für die Druckfarbenprüfung eingesetzt. trotz der großen Unterschiede in der Größe, der Konstruktion und der Geometrie der für Probedruckversuche entwickelten Geräte ist es möglich, grundlegende Vereinbarungen bezüglich der Hauptfaktoren, welche die Versuchsbedingungen und Versuchsdurchführung beeinflussen können, festzulegen. Zur Erreichung einer möglichst guten Reproduzierbarkeit und signifikanter Ergebnisse muß es weiterhin möglich sein, einige allgemein gehaltene Empfehlungen für die Versuchsvariablen festzulegen und die Möglichkeiten der Auswertung der Probedruckversuche anzugeben.
Wegen fehlender Arbeitsvorschriften ist die Anwendung der Probedruckgeräte in den Labors der Papier-Farben und Druckindustrie oft sehr unterschiedlich. Dementsprechend ist die Reproduzierbarkeit der Meßergebnisse bei der Prüfung an verschiedenen Stellen vielfach unnügend.
Wie notwendig die Erstellung von detaillierten Arbeitsvorschriften ist, ergab sich sehr deutlich aus umfangreichen Ringversuchen, an denen sich die Mitglieder der Unterkommission Material des Fachverbandes Flachdruck, der technischen Kommission des Verbandes der Druckfarbenindustrie, der Arbeitsgemeinschaft Buch-und Offsetdruck der Papierindustrie und das FOGRA-Institut beteiligt haben.
Bereits bei der einfach erscheinenden Methode zur Herstellung von definierten Druckproben - also von gewogenen Andrucken - als Grundlage für weitere Prüfmethoden, zeigte sich sehr schnell, daß sich diese Arbeitsmethoden in einem Labor, auf einem Probedruckgerät bei gleichen Arbeits- und Personalbedingungen einfach und mit guter Toleranz der Prüfergebnisse durchführen lassen. Sollen jedoch vergleichbare Ergebnisse in verschiedenen Laboratorien und mit unterschiedlichen Probedruckgeräten erzielt werden, so müssen die Arbeitsanleitungen sehr genau festgelegt werden. Diese Feststellung gilt für alle mit Probedruckgeräten durchzuführenden Prüfungen, wie Rupffestigkeit, Wegschlagverhalten, Trockenzeit und Scheuerfestigkeit.

Kostenloser Download


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