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Die Geschichte der Fogra

Die leitende Gründungsidee prägt uns und unsere erzählenswerte Geschichte bis heute: Technischer Fortschritt durch den Zusammenschluss unter Konkurrenten!

Geschichte im Detail

Die Fogra heute und morgen

Die Fogra erfüllt heute den gleichen Satzungszweck, mit dem sie vor 70 Jahren gegründet wurde: sie betreibt wissenschaftliche Forschung im Bereich der Druck- und Medienindustrie und macht die Ergebnisse der Industrie nutzbar.

Auch der Gründungsgedanke prägt unser Arbeiten, denn in den Technischen Beiräten sitzen Konkurrenten an einem Tisch, um gemeinsam am technischen Fortschritt mitzuwirken.

Für eine wirtschaftlich stabile Stärke und zur Sicherstellung hochmodern ausgestatteter Labore agiert die Fogra zukunftsgerichtet und wächst in Märkten und angrenzenden Branchen, die selbst Wachstum geben.

In Zukunft wird die Fogra ihren internationalen Mitglieder- und Kundenkontakt weiter intensivieren und am Puls der Zeit bleiben, sei es hinsichtlich neuer Forschungstrends wie Security Printing (Arzneimittelverpackung), 3D, Textildruck, Künstliche Intelligenz, Digitale Transformation und Photovoltaik oder auch im Rahmen von digitalen Projekten wie der Fogra Web Academy.

Monika Lohmaier

Abteilungsleiterin Marketing & Communications

+49 89 431 82 - 251

Kontaktaufnahme

Ansprechpartnerin

Möchten Sie mehr zu unserer Gründungsgeschichte, Historie und Zukunftsvision erfahren? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

2010 bis heute

Die Digitalisierung prägt zunehmend die Arbeiten der Fogra. Angepasst an die technische Entwicklung werden die Technischen Beiräte „TB Digitaldruck“ und „TB Funktionale Produkte und Identitätskarten“ gegründet. Die Fogra beschäftigt sich mit dem graphischen 3D-Druck und das Angebot im Bereich Sicherheitsanwendungen wird ausgebaut.

Mit dem Kauf eines Grundstücks in München-Aschheim wird der Grundstock für ein neu errichtetes Institutsgebäude gelegt. 2017 zieht das Fogra-Team um in den Einsteinring 1a. Begleitet wird der Neuanfang durch den aktualisierten Namenszusatz „Forschungsinstitut für Medientechnologien“.

1970 - 2010

1970
Akuter Platzmangel führt 1974 zum Umzug des Instituts in die Streitfeldstraße im Münchner Osten. Eine großzügige Versuchsdruckerei bietet u. a. die Basis für erste Ansätze zur Automatisierung des Druckens, beispielsweise mit der Entwicklung des Prototyps eines Maschinendensitometers. 1974 wird bereits das 5000. Fogra-Gutachten ausgestellt! Es beginnen grundlegende Arbeiten zur Standardisierung des Offsetdrucks, deren Basis-Messmittel, der Präzisions-Messstreifen PMS, zeitgleich Eingang in die Praxis findet. Erste Fogra-Symposien zu Testformen, Densitometrie und Drucktüchern erhalten großen Zuspruch.

1980
Im Rahmen der Innovationsforschung wird ausgelotet, inwiefern neue Technologien zur Herstellung von Druckprodukten herkömmliche Drucktechniken ergänzen oder verdrängen könnten. Das erste „Handbuch zur Standardisierung des Offsetdrucks“ wird nach Abschluss der Arbeiten der Fogra vom Bundesverband Druck e.V. herausgegeben. Erste Untersuchungen zu Desktop/Electronic Publishing starten und die Fogra-Druckkontrollleiste wird in die Praxis eingeführt.

1990
Im Laufe der Jahre wandelt sich das graphische Gewerbe zu industriellen Produktionsstätten. Entsprechend ändert sich der 1970 gewählte Name „Deutsche Forschungsgesellschaft für Druck- und Reproduktionstechnik“ 1993 in „Fogra Forschungsgesellschaft Druck“. Für die zunehmend digitalisierte Druckvorstufe werden PostScript- und Medienkeile entwickelt. Die Fogra initiiert die Gründung des International Color Consortiums ICC. Der erste „Fogra-Umwelttag“ wird veranstaltet und ein neu aufgebautes ID-Kartenprüflabor erhält die Akkreditierung nach ISO 45000.

2000
Der Fogra-Fehlerkatalog findet als „Cross-Media-Publikation“ große Nachfrage. Die Internationalisierung des Instituts nimmt Fahrt auf: Publikationen erscheinen deutsch und englisch, ein internationales Partner-Programm zur Unterstützung von PSO-Zertifizierungen außerhalb Deutschlands wird gestartet. „FograCert“ wird als Marke für das Dienstleistungsangebot etabliert.

Die frühen Jahre

Mit der Gründung der Fogra wurde als Standort des Instituts das Bamberger Haus im Luitpoldpark Münchens gewählt. Dort wurden erste Testgeräte entwickelt wie etwa das Probedruckgerät oder ein Scheuerfestigkeitsprüfer. Das erste Forschungsthema aus dem Jahr 1951 beschäftigte sich mit gesundheitsunschädlichem Druckbestäubungspuder.

In den 1960er Jahren starteten von der Fogra initiierte Normungsbestrebungen, u. a. zur farbmetrischen Festlegung der Normdruckfarben. Auch lag die Fortbildung dem Institut bald am Herzen: Die erste 1967 angebotene Schulung war sofort ausgebucht.

Die Gründungsgeschichte

Es war sicher eine kühne Idee, im Jahre 1950 an die Gründung eines Forschungsinstituts für das graphische Gewerbe zu denken. Das Wirtschaftswunder war noch weit entfernt.

Aber dem am 13. November 1950 gegründeten „Verein zur Förderung der Forschung im graphischen Gewerbe“ gehörten sogleich 25 Firmen und Einzelpersonen an. Etwa zur gleichen Zeit fanden sich einige aufgeschlossene Betriebe des graphischen Gewerbes in Stuttgart zusammen und bildeten zusammen mit dem Verein eine Arbeitsgemeinschaft, die sich ebenfalls mit praktischen Forschungsarbeiten beschäftigte.

Die am 1. September 1951 vorgenommene Namensänderung in „Deutsche Gesellschaft für Forschung im graphischen Gewerbe“ führte zur Abkürzung „Fogra“, die sich inzwischen als eigenständiger Name etabliert hat.

Der Gründungsgedanke: Gemeinschaftsforschung durch den Zusammenschluss unter Konkurrenten, da man sich – im Gegensatz zur Großindustrie – eben keine eigene wissenschaftlich arbeitenden Forschunsgsabteilung leisten konnte. Mit dieser Idee waren die Gründungsunternehmer ihrer Zeit wahrlich voraus, würde man heute analog von einem „Shared Service Center“ sprechen.