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Forschungsförderung

Die öffentlichen Zuschüsse zu den Forschungsprojekten kommen vom Bund sowie der EU. Der größte Teil davon stammt aus dem Programm zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) sowie dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Beide Programme werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) angeboten und von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) verwaltet.

AiF – Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen

Anders als bei Großunternehmen, deren Forschung in Deutschland in der Regel durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert wird, ist für die klein- und mittelständischen Betriebe der Druck- und Medienindustrie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zuständig. So erhält auch die Fogra knapp 30 % ihres Jahresetats über bewilligte Forschungsanträge durch das BMWi, die sich in einem kompetitiven Verfahren gegen die Anträge anderer Forschungseinrichtungen durchsetzen müssen. Zu diesem Zweck unterhält die AiF ein umfangreiches Gutachternetzwerk mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft.

Die AiF ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Es verknüpft die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die AiF als gemeinnütziger Verein ist Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung sowie des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand.

IGF – Industrielle Gemeinschaftsforschung

Die IGF schlägt eine Brücke zwischen Grundlagen­forschung und wirtschaftlicher Anwendung. Unter dem Dach der AiF-Forschungsvereinigungen werden neue Technologien für gesamte Branchen und zunehmend branchenübergreifend aufbereitet, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zu erhalten und zu stärken. Das BMWi fördert die IGF mit öffentlichen Mitteln.

Die vorwettbewerbliche IGF ermöglicht insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen.

ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Das ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen erhalten Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen.

Wesentlich für eine Bewilligung sind der technologische Innovationsgehalt sowie gute Marktchancen der geförderten FuE-Projekte. Das ZIM zielt auf mittelstandsgerechte Rahmenbedingungen und ist auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgerichtet.

Weitere Finanzierung

Allerdings würde diese Forschungsförderung alleine weder ausreichen, um ein Institut wie die Fogra zu finanzieren, noch wäre das sinnvoll. Schließlich ist der Transfer der Ergebnisse in die Wirtschaft ein zentrales Anliegen des Instituts. In diesem Sinne steuern Prüfungen und Zertifizierungen sowie Weiterbilungsangebote einen vergleichbaren Umsatzanteil zum Unterhalt der Fogra bei. Neben der Forschungsförderung und den genannten Transfermaßnahmen stellen die Beiträge der rund 900 Fogra-Mitglieder die vierte Säule der Finanzierung dar.