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Labor­ausstattung

Nicht nur zur Durchführung der Forschungsprojekte, sondern auch als Basis für die Ausarbeitung von ca. 300 Gutachten pro Jahr bedarf es einer Vielzahl von Mess- und Prüfgeräten auf neuestem technologischen Stand. Die Laborausstattung der Fogra sucht ihresgleichen in der Branche.

Höchstes gerätetechnisches Niveau

Fragestellungen bei den unterschiedlichsten Materialen oder bei den Ergebnissen der Produktion kann auf höchstem gerätetechnischen Niveau nachgegangen werden.

Eine Vielzahl moderner Farbmessgeräte ermöglicht es, sämtliche Aufgaben der Qualitätskontrolle von Druckprodukten zu bearbeiten. Außerdem können mit einer institutseigenen Bogenoffset-Druckmaschine und unterschiedlichen Probedruckgeräten komplexe Phänomene der Druckpraxis nachgestellt bzw. simuliert werden.

Zur Ermittlung von Fehlerquellen, die dazu führen, dass etwa ein Druckprodukt nicht den geforderten Qualitätsansprüchen genügt, bedarf es geeigneter Analysemethoden und dem Fachwissen derjenigen, die die Geräte bedienen – und dieses hat sich nach insgesamt 33.000 Gutachten enorm angehäuft. Egal, ob es sich um flüchtige, wässrige oder feste Bestandteile einer Probe handelt, die Fogra wird deren Komponenten und Zusammensetzungen einwandfrei feststellen.

Gibt's nicht gibt es für uns nicht, denn generell gilt: Sollte ein adäquates Prüfgerät nicht auf dem Markt verfügbar sein, konstruiert und baut es sich die Fogra einfach selbst.

Wir stehen übrigens auch für akkreditiertes Qualitätsmanagement, schließlich verfügt die Abteilung Sicherheitsanwendungen über das weltweit einzige akkreditierte Prüflabor für sämtliche Prüfungen bei Identitätskarten und Ausweisdokumenten.

Neue Anschaffungen

Dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie konnten für die Abteilungen Drucktechnik, Material & Umwelt sowie Sicherheitsanwendungen neue Geräte angeschafft werden:

  • Spektralfotometer mit einer Ulbrichtkugel
  • Gaschromatograph mit Massenspektrometer
  • Umfangreicher Prüfplatz für die Near Field Communication (NFC) bestehend aus Steuereinheit, einem Verstärker, einem Oszilloskop und der erforderlichen Prüfspulen

Sie sind für die Fogra von strategischer Bedeutung für die Weiterentwicklung ihrer technischen Möglichkeiten. Die wohlwollende Unterstützung durch die Abteilung Innovation, Forschung, Technologie, Digitalisierung unter der Führung von Ministerialdirigent Dr. Manfred Wolter ermöglichte diese Zuwendung.

Computer mit Bildschirm, Tastatur, verbunden mit anderen elektronischen Geräten

Ausgewählte Geräte

aus den Fogra-Laboren

Rasterelektronen­mikroskop

Mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM) können Oberflächen und Querschnitte optisch begutachtet werden. Eine Böschungsätzanlage ermöglicht es, Querschnitte extrem präzise und glatt vor der Analyse zu präparieren. Durch die zusätzliche Röntgenmikroanalyse (EDX) sind Elementverteilungen qualitativ und quantitativ mess- und visualisierbar.
 

Chromatographen

Gas- und Flüssigkeits­chromatographen machen aus einem räumlichen Miteinander ein zeitliches Nacheinander. Dadurch lassen sich Mischungen quantitativ auf ihre Inhaltsstoffe hin untersuchen. Es besteht zudem die Möglichkeit, Inhaltsstoffe von einzelnen Bestandteilen (z. B. Druckfarbe, Lösemittel) in Druckprodukten nachzuweisen.

Modularer Inkjet-Teststand

UV-Druckfarbe und -Lack werden verdruckt und mit einer LED oder einem Quecksilbermitteldruckstrahler gehärtet. Außerdem können verschiedene Inkjet-Labeling-Druckköpfe zum Verdrucken entsprechender Tinten verwendet werden. Durch den modularen Aufbau genießen wir ein hohes Maß an Freiheitsgraden bzgl. der Druckbedingungen.

Dokumenten­analyser

Der multispektrale Arbeitsplatz analysiert Dokumente und deren Merkmale, die für das menschliche Auge sichtbar und unsichtbar sind. Beispiele für die nahezu unbegrenzten Nutzungsmöglichkeiten dieses Gerätes: Echtheitsanalytik und exakte Dokumentation von Veränderungen bei natürlicher und künstlicher Alterung und für Absorptions-Flächenspektren.
 

3D-Mikroskop

Für innovative Ideen, Zukunftsforschung und Fehleranalytik sind tiefe Einblicke und differenzierte Ansichten nötig. Dieses Mikroskop, bei dem die Grenzen zwischen Mikroskopie, Oberflächen- und 3D-Messtechnik verschwimmen, liefert uns die erforderlichen neuen Informationen innerhalb von Sekunden live – Schicht für Schicht zur 3. Dimension.

Spektro­radiometer

„Messen wie wir sehen“ – mit dem Spektroradiometer ist das möglich, denn die jeweilige Betrachtung kann per Telemessung flexibel simuliert werden. So wurde beispielsweise ein Werbebanner im Fußballstadion von der Gegentribüne aus vermessen, um zu überprüfen, ob die gewünschte Markenfarbe aus Fansicht richtig dargestellt wird.