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Integration des Highspeed Inkjet in konventionelle Produktionsumgebungen des Offsetverfahrens

Kurzbezeichnung: Qualitätskriterien für Produktkategorien

Fogra-Nr. 32.173
Projektleiter: J. Gemeinhardt
Förderung: BMWi (IGF) über AiF
Partner: bvdm
 

Laufzeit: 01.05.2017 - 31.10.2019

Aufgabenstellung und Relevanz

Um den Highspeed Inkjet erfolgreich in bestehende Produktionsumgebungen zu integrieren, muss bekannt sein, welche Druckqualität damit erzielbar ist und welche Anforderungen an die Druckprodukte gestellt werden. Um dies zu gewährleisten, soll im Rahmen des Forschungsvorhabens das Leistungsspektrum aktueller am Markt befindlicher Bogen- und Rollen-Inkjetsysteme detailliert untersucht werden.

Des Weiteren sollen typische Anwendungsfälle bzw. Druckprodukte identifiziert werden, die traditionell im Offsetverfahren gefertigt werden. Hierbei sind sowohl der Bogen- und der Heatset-Rollenoffsetdruck als auch der Coldset-Zeitungsdruck einzubeziehen. Die Produkte sollen in geeignete Kategorien eingeteilt und mit praxisüblichen Qualitätsanforderungen versehen werden.

Jürgen Gemeinhardt

Abteilungsleiter Drucktechnik

+49 89 431 82 - 256

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Lösungsweg

Als Basis für die Identifizierung relevanter Produktkategorien dient eine Liste des amerikanischen Bureau of Statistics mit insgesamt 68 Kategorien. Des Weiteren findet eine groß angelegte Umfrage in Druckereien statt, bei der die hergestellten Druckprodukte eingeordnet, mit Zusatzinformationen versehen und qualitativ bewertet werden.

Für jede Kategorie wird eine produkttypische Testseite und eine Testform zur messtechnischen Beurteilung der Druckqualität erstellt. Diese werden auf möglichst unterschiedlichen Druckmaschinen und Papieren gedruckt. Eine Expertenjury nimmt eine visuelle Beurteilung vor, deren Ergebnisse den messtechnischen Kennwerten gegenüberzustellen sind.

Erzielte Ergebnisse

Die visuellen Beurteilungen durch die Probanden wiesen teilweise große Unterschiede auf. Folglich geben die ermittelten Qualitätskriterien nur das durchschnittliche Verhalten wider, von dem individuelle Bewertungen deutlich abweichen können. Generell am anspruchsvollsten gestalteten sich Bildbände und Kunstbücher, Automobilkataloge, Image- und Produktbroschüren sowie Mode-, Möbel- und Kosmetikkataloge.

Als statistisch signifikante Kenngrößen für die Farbgenauigkeit haben sich der mittlere Farbabstand ΔE00 über alle Felder des Medienkeils und das Farbraumvolumen herausgestellt. In Bezug auf die wahrgenommene Detailschärfe konnten mit dem sogenannten L-Score und der Kantenschärfe die besten Korrelationen erzielt werden. Bei der Lesbarkeit waren dies der L-Score, die Kantenschärfe und die Volltondichte.