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Kommunikation von messtechnischen Kenngrößen zur Beschreibung des metallischen Aussehens von Drucken

Kurzbezeichnung: Charakterisierung von Metallic-Drucken

Fogra-Nr. 34.021
Projektleiter: J. Gemeinhardt
Förderung: BMWi (IGF) über AiF
 

Laufzeit: 01.11.2018 - 31.10.2020

Aufgabenstellung und Relevanz

Im Verpackungsdruck werden häufig Metallic-Effekte eingesetzt. Deren Kommunikation gestaltet sich im Arbeitsablauf von der Produktplanung bis zum eigentlichen Druckprozess als problematisch. So existieren bisher keine praxisgerechten Kenngrößen, die eine eindeutige Beschreibung des visuellen Eindrucks erlauben. Des Weiteren sind sowohl die in der Druckindustrie üblichen Farbmessgeräte als auch die Abmusterungskabinen für eine Charakterisierung von metallischen Druckmustern ungeeignet.

Deshalb sollen im Rahmen des Forschungsvorhabens objektive Kenngrößen etabliert werden, die mit dem visuellen Eindruck gedruckter Metalloberflächen korrelieren. Des Weiteren soll eine Abmusterungstechnik entwickelt werden, die eine eindeutige Beurteilung des metallischen Effekts ermöglicht.

Jürgen Gemeinhardt

Abteilungsleiter Drucktechnik

+49 89 431 82 - 256

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Lösungsweg

Auf einer umfangreichen Auswahl metallisierter Druckmuster sollen Farbmessungen mit unterschiedlichen Messgeräten bzw. Winkelgeometrien stattfinden. Hierbei sind Mehrwinkelfarbmessgeräte, ein Goniospektralfotometer und ein Kugelmessgerät einzusetzen. Zusätzlich werden Glanzmessungen durchgeführt.

Weiterhin soll eine spezielle Abmusterungsvorrichtung mit verstellbarem Beleuchtungs- und Betrachtungswinkel konstruiert werden. Die hiermit erzielten visuellen Bewertungen der Metallic-Muster sind den messtechnischen Ergebnissen gegenüberzustellen.

Angestrebte Ergebnisse

Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht in der Etablierung objektiver Kenngrößen, die mit dem visuellen Eindruck gedruckter Metalloberflächen korrelieren. Diese sollen nicht nur durch den Einsatz spezieller Laborausrüstung erfassbar sein, sondern auch den Produktionsprozess mithilfe von praxisüblichen Messgeräten unterstützen. Die Kenngrößen sollen so skaliert werden, dass sie einen empfindungsgemäß gleichabständigen Effektraum bilden.

Zusätzlich soll eine Abmusterungstechnik entwickelt werden, die eine eindeutige Bewertung des metallischen Effekts ermöglicht. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Festlegung verschiedener Kombinationen an Beleuchtungs- und Beobachtungswinkeln. Zusätzlich sollen Praxisempfehlungen erarbeitet werden, mit denen Anwender auch ohne dedizierte Abmusterungskabine eine bestmögliche visuelle Begutachtung vornehmen können.